Radtour Liesing-Petersbach des Vereins Lebensraum Südheide
Am Samstag, den 16. Juni 2007 fanden sich bei wunderschönstem Sommerwetter im Auftrag des Petersbach-Wasserverbandes (Obmann: Bgm Kronister) Vertreter der Gemeinden entlang des Petersbaches sowie die zuständigen VertreterInnen der Wiener MA 45-Wasserbau zu einer gemeinsamen Radtour entlang von Liesing und Petersbach ein.
Das Ziel dieser Tour war es, auf lustbetonte Art gemeinsam, über Gemeindegrenzen hinweg, mit dem Fahrrad die Möglichkeiten zu erfahren, die sich aus dem Projekt "Naturnaher Rückbau entlang des gesamten Verlaufs des Petersbaches" für die Anrainergemeinden ergeben. Gerhard Horvath, Obmann des Vereins Lebensraum Südheide und GR in Leopoldsdorf, war der Organisator der Radtour. Das Hauptziel des Vereins Lebensraum Südheide ist das Bemühen um die Erhaltung und Verbesserung der Lebensqualität in der Region Südheide, das ist das Gebiet zwischen Thermenlinie und Donau, etwa von Vösendorf bis Fischamend.
Bei der Radtour wurden bereits durchgeführte Rückbaumaßnahmen entlang von Liesing und Petersbach besichtigt und allfällige Schwierigkeiten direkt vor Ort diskutiert.
Fachlich unterstützt wurde diese Exkursion besonders von Fr. Dr. Ulrike Goldschmid (Wien, MA 45 Wasserbau) und DI Peter Pinka (Firma ezb).
Besondere Höhepunkte waren die bereits erkennbaren Verbesserungen an der Liesing - hier sind in der Klederinger Schleife bereits respektable Fischbestände (z.B. Eiteln) zurückgekehrt.
Badende und spielende Kinder wären bis vor wenigen Jahren in der Liesing unvorstellbar gewesen - nach dem gelungenen Rückbau jedoch wird das schon als normal empfunden!
In weiterer Folge wurden dann im Bereich Petersbach die sich ergebenden Möglichkeiten vor Ort begutachtet. Es wurde festgestellt, dass auch hier immenses Potential besteht, was an Hand von einigen Teilabschnitten (z.B. Kellerberg in Liesing, Vösendorf) auch schon praktisch nachweisbar ist.
Bei der abschließenden Besprechung (ein Glas Wein durfte dabei sein!) wurde klar, dass ein Gewässer wie der Petersbach nur gesamtheitlich betrachtet werden kann. Der Notwendigkeit der Zusammenarbeit der NÖ und Wiener Fachdienststellen wurde dabei besonders betont.
Die rechtliche Grundlage dazu bietet die von der EU geforderte Verbesserung der Fließgewässer bis 2015. Unterstützt wird dies außerdem mit der Förderung der Maßnahmen mit bis zu 80% der erforderlichen Geldmittel unter der Bedingung, dass ein Verband für den gesamten Flusslauf verantwortlich zeichnet - eine Bedingung, welche durch den Petersbach - Wasserverband erfüllt wird.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Renaturierung des Petersbaches und seine Nutzung als Freizeitoase für Mensch und Natur der Region bei gutem Willen möglich ist, wobei selbstverständlich die Bedürfnisse von Landwirtschaft und Jägerei berücksichtigt werden müssen.
Das Ziel - eine durchgängige Grünraumverbindung zwischen Wienerwald und Lobau durch die Region Südheide - zum Nutzen aller scheint erreichbarer denn je!
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