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Die Autoren dieses Buches haben sich auf eine Reise gemacht, um das Gesicht des namenlosen Landes südöstlich von Wien zu suchen, das oft als „Steppe“ oder „Industrieviertel“ bezeichnet wird. Sie wollen sie Südheide nennen.
Wo sind wir hier? Es geht um das Gebiet zwischen Thermenlinie und Donau, in einem Bogen etwa von Baden bis Fischamend.
Ein Hauch von Meer: Das Wiener Becken ist ein Einbruchsbecken, in dem die Spuren des früheren Meeres noch deutlich sichtbar sind.
Flach wie ein Brett: Es gibt Zeiten, wo die Ebene einen unerwarteten Zauber ausstrahlt: etwa wenn der Mohn blüht oder zur Erntezeit.
Wie ein Stück vom Süden: Die Thermenlinie erinnert an Gegenden im nördlichen Mittelmeerraum. Der Grundstein für die intensive Besiedelung dieses Raumes wurde mit der Erschließung des Gebietes im 19. Jh. durch Bahn und Bundesstraße gelegt.
Natur im Überfluss: Im Nordosten bildet die Donau mit ihren Auen eine sehr deutliche sowohl naturräumliche als auch mentale Grenze.
Die Auen und Aureste entlang der Donau und der Flüsse, die die Südheide durchfließen, stellen wichtige Lebensräume für Tiere und Pflanzen dar.
Kein Bauernland? Getreide- und Zuckerrüben prägen die landwirtschaftlichen Flächen der Südheide. Die Landwirtschaft ist hochkapitalisiert, Großgrundbesitz herrscht vor.
Bauern oder Grundherren? – Ein Blick in die Vergangenheit: Die bäuerliche Besiedelung der Region reicht weit in vorgeschichtliche Zeiten zurück. Grundherrschaft, Krisen, Kriege und die Industrialisierung prägten den Landschafts- und Siedlungsraum.
Weinbau als Kunst (Nahaufnahme): Ein Weinbauer aus Gumpoldskirchen gewährt Einblicke in seinen Arbeitsalltag.
Vom Mechaniker zum Bauern (Nahaufnahme): Ein Landwirt aus Maria Lanzendorf geht auf wirtschaftliche Aspekte ein und wieso ihn sein Beruf so befriedigt.
Die Zauberformel fürs schnelle Geld: Auf Auswirkungen von großflächigen Umwidmungen von Grünland in Bauland wird in diesem Kapitel eingegangen.
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Wasser prägt die Südheide in vielerlei Hinsicht: auf Flüsse als Standort für Siedlungen und Fabriken sowie als Transportweg (Wehranlagen und Kanälen aus der Zeit der frühen industriellen Entwicklung) und auf die Nutzung von Badeteichen wird in diesem Kapitel eingegangen.
Eine Vision im Ausgedinge - Der Wiener Neustädter Kanal: Der Transport von Wiener Neustadt nach Wien dauerte mit pferdegezogenen Lastkähnen drei Tage.
Schon wieder ein „100-jähriges Hochwasser“: Gefahrenzonenpläne und Schutzdämme sollen Abhilfe schaffen.
Am Traumstrand (Nahaufnahme): Lokalaugenschein in einer Siedlung am Schotterteich in Münchendorf.
Untergang der Badeteiche: Teiche zwischen Badenutzung und baulicher Verwertung.
Eine Welt für sich - die Donau: wichtig als
Transportweg und für die Energiegewinnung.
Albener Hafen: Porträt über den Albener Hafen.
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Das Post-Industrieviertel: Burgähnlich markieren – meist stillgelegt – Fabriken mit ihren Schornsteinen die Ebene.
Als Silicon Valley an der Fischa lag: Hier war einst eine dynamische Industrieregion.
Zeitzeugen oder Schandmale? Nachnutzung von Fabriken, typische ortsbildprägende Element der Südheide
Oberwaltersdorf, Fabriksstraße (Nahaufnahme): Ein Sonntag mit den Bewohnern der Arbeiterhäuser der ehemaligen Textilfabrik.
Der neue Goldrausch vor den Toren Wiens: Große Siedlungsdynamik im Süden von Wien: Wohnnutzung und gewerbliche Nutzung konkurrieren um das knappe Gut Boden.
Immer mehr Einkaufsglück: Der Kaufkraftsog der SCS ist groß.
Gefangen in der Verkehrsfalle: Die Verkehrssituation in der Südheide ist zu den Hauptverkehrszeiten mehr als angespannt. Die Einwohner sind Opfer und Täter zugleich.
Bahnhof Laxenburg-Biedermannsdorf (Nahaufnahme): ein Fahrdienstleiter gibt Auskunft.
Vienna International Airport
Netze: sogar Stromleitungen können einen ästhetischen Wert haben.
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Ein Blick auf die Menschen und ihre Alltags- und Hochkultur in der Südheide
Ein Volk von Zuagrasten: Ureinwohner gibt es in der Südheide eigentliche nicht. Heute erlebt die Region ihre zweite Bevölkerungsexplosion. Ein geringer Teil der Bevölkerung ist alteingesessen, davon hat ein Teil bäuerliche Wurzeln, der andere siedelte sich als Arbeiterschaft um die Fabriken an.
Sind Gartenzwerge schön? Gärten als Kunstobjekte und beliebte Freizeitbeschäftigung
Rituale und Feste: Feste gliedern den Jahreslauf:
Die Heilige Mutter der Lanzen, Kampftag der Arbeiterklasse in Ebergassing, Karneval in Moosbrunn,.....
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Das begehrte Land:
Die Südheide ist eine Zuzugsregion. Das schlägt sich auch in den Grundstückspreisen nieder.
Grenzen: Verwaltungs- und mentale Grenzen erschweren den Blick auf die Region als Gesamtes.
Das Dorf an der Straße: Straßen- und Angerdörfer sind die häufigsten Siedlungsformen der Südheide.
Halbierte Höfe, verschwundene Dörfer
Versteckte Juwelen: Wehrkirchen, Trutzbrugen und Jagdschlösschen sind in fast jedem Ort zu finden.
Laxenburg: Wo einst der Adel lustwandelte werden heute Konvois von Kinderwägen und Rollstühlen geschoben.
Alle wollen nur das Eine
Warum gibt es keine Häuslbauerkammer? Boomtown und der Interessenkonflikt zwischen Wohnen, Verkehr und industrieller Nutzung.
Die Häuslbauer-Saga (Nahaufnahme): zu Besuch bei einer Familie in Achau.
Alte Bauformen – Neues Wohnen: über alternative, flächensparende Wohnformen, die der alten Art zu bauen und wohnen sehr ähnlich sind
Eine Wohnutopie ist in die Jahre gekommen: über den Kanzelhof in Maria Lanzendorf, eine ehemalige Hippie-Kommune.
Freizeit – Freiraum: Die Südheide weist große
Potenziale als Naherholungsgebiet auf. Radrouten: einige Radrouten werden vorgestellt.
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